
2025
Lagebericht
Wirtschaftsbericht
Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Jahr 2025 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,2% gegenüber dem Vorjahr. Das Wachstum resultiere aus den gestiegenen Konsumausgaben der Privathaushalte und des Staates. Die Investitionsschwäche hält ein weiteres Jahr in Folge an. In den Bereichen Ausrüstung sowie Bauten wurde weiterhin weniger investiert als im Vorjahr. Die deutsche Exportwirtschaft stand aufgrund der höheren US-Zölle, der Euro-Aufwertung sowie der stärkeren Konkurrenz aus China vor erheblichen Gegenkräften auf den internationalen Märkten. Die Entwicklung in den einzelnen Bereichen verlief unterschiedlich. Das verarbeitende Gewerbe nahm gegenüber dem Vorjahr erneut um -1,3% ab. Das Baugewerbe nahm um weitere -3,6% deutlich stärker gegenüber dem Vorjahr ab. Im Hochbau und Ausbaugewerbe machten sich im Laufe des Jahres die weiterhin angestiegenen Baupreise bemerkbar. Dennoch verzeichnete das Baugewerbe aufgrund von Instandhaltungs- und Neubaumaßnahmen ein Plus im Tiefbau. Der Dienstleistungsbereich verzeichnete ein gemischtes Bild. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung der Unternehmensdienstleister sank gegenüber dem Vorjahr um -0,8%. Die sonstigen Dienstleister wie Sport, Unterhaltung und Erholung verzeichneten ebenfalls Einbußen (-0,3%). Die Bereiche Handel, Verkehr und Gastgewerbe vermerkten eine preisbereinigte Bruttowertschöpfung von +1,2%. Das Gastgewerbe erwirtschaftete weniger als im Vorjahr. Die Wertschöpfung im Bereich öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit stieg erneut um +1,4%.
Eine leichte Unterstützung bekam die deutsche Wirtschaft durch den privaten Konsum, der im Jahr 2025 preisbereinigt um 1,4% gegenüber dem Vorjahr stieg. Hier machten sich die gedämpften Verbraucherpreise leicht bemerkbar.1
Entwicklung Energieverbrauch und Wettbewerb
Der Energieverbrauch in Deutschland fiel nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen um -0,1% gegenüber dem Vorjahr. Die kühleren Witterungsbedingungen erhöhten den raumwärmeabhängigen Teil des Energieverbrauchs. Die leicht positive Entwicklung im konjunkturellen Bereich hatte vermutlich nur einen geringen Einfluss auf den Energieverbrauch, da in energieintensiven Branchen die Produktion deutlich gedrosselt wurde.
Laut der AGEB könnten sich die leicht gesunkenen Preise für Heizöl, Kraftstoffe sowie auch Erdgas verbrauchssteigernd ausgewirkt haben. Die verbrauchssenkenden Faktoren hatten in 2025 ein höheres Ausmaß am Gesamtenergieverbrauch als die verbrauchserhöhenden Einflussgrößen.
Der anhaltende Wandel des Energiemixes im Primärenergieverbrauch war auch in 2025 zu sehen. So fiel der Anteil von Braun- und Steinkohle auf 14,3% (Vorjahr 14,9%) und der Anteil der sonstigen Energien auf 2,5% (Vorjahr 2,8%), während der Anteil der erneuerbaren Energien auf 20,6% (Vorjahr 20,0%) anstieg. Auch Mineralöl und Erdgas konnten ihren Anteil auf 62,6% (Vorjahr 62,5%) leicht steigern.2
Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren
Die Steuerung der SWW Wunsiedel GmbH erfolgt über den Abgleich der festgesetzten Ziele des Unternehmens im Hinblick auf Gesamtleistung, Rohmarge, Ergebnis vor Steuern (EBT) sowie Entwicklung der entsprechenden Investitionen. Diese Vorgaben werden in den regelmäßig stattfindenden Sitzungen im Rahmen eines Soll-Ist-Vergleiches überwacht. Hierbei werden die Istwerte mit denen des Wirtschaftsplanes und den historischen Werten abgeglichen und analysiert. Darüber hinaus werden nicht-finanzielle Leistungskennzahlen wie Absatzmengen (z. B. kWh Strom, m³ Wasser, kWh Wärme) sowie die Anzahl der Kunden (z. B. Zu- und Abgänge bei Wärme- und Glasfaserkunden) herangezogen. Das Energie-Beschaffungscontrolling erfolgt durch einen monatlichen Soll-Ist-Abgleich mit den Planannahmen.
Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren
Die Steuerung der SWW Wunsiedel GmbH erfolgt über den Abgleich der festgesetzten Ziele des Unternehmens im Hinblick auf Gesamtleistung, Rohmarge, Ergebnis vor Steuern (EBT) sowie Entwicklung der entsprechenden Investitionen. Diese Vorgaben werden in den regelmäßig stattfindenden Sitzungen im Rahmen eines Soll-Ist-Vergleiches überwacht. Hierbei werden die Istwerte mit denen des Wirtschaftsplanes und den historischen Werten abgeglichen und analysiert. Darüber hinaus werden nicht-finanzielle Leistungskennzahlen wie Absatzmengen (z. B. kWh Strom, m³ Wasser, kWh Wärme) sowie die Anzahl der Kunden (z. B. Zu- und Abgänge bei Wärme- und Glasfaserkunden) herangezogen. Das Energie-Beschaffungscontrolling erfolgt durch einen monatlichen Soll-Ist-Abgleich mit den Planannahmen.
Leistungsindikator in TEUR
Plan 2025
IST 2025
Plan 2026
Gesamtleistung
40.561
46.687
40.189
Rohmarge
12.061
15.559
14.217
Ergebnis vor Steuern (EBT)
947
1.505
1.412
Investitionen
12.979
12.842
2.940
Geschäftsverlauf
Die wesentlichen Absatzmengen und Umsatzerlöse stellen sich wie folgt dar:
Strom Vertrieb:
Der Stromabsatz verringerte sich im Geschäftsjahr 2025 von 59,2 Mio. kWh auf 58,8 Mio. kWh.
Die Umsatzerlöse verringerten sich um 13,2 % auf 13.780 TEUR (Vorjahr 15.879 TEUR).
Strom Netz:
Die Umsatzerlöse aus Netznutzung erhöhten sich um 71 TEUR auf 2.031 TEUR.
Messstellenbetrieb:
Die Umsatzerlöse stagnierten bei 6 TEUR (Vorjahr 6 TEUR).
Wasserversorgung:
Bei der Wasserversorgung stieg die Abgabe an Kunden leicht auf 432 tcbm (Vorjahr 430 tcbm, geplant 486 tcbm). Die Umsatzerlöse erhöhten sich infolgedessen auf 1.355 TEUR (Vorjahr 1.349 TEUR).
Öffentliche Wärmeversorgung:
Zum Stichtag 31.12.2025 waren an den Nahwärmenetzen Schönbrunn, Breitenbrunn und Neusorg insgesamt 273 Kunden (Vorjahr 251) angeschlossen.
Die gestiegene Kundenanzahl sowie eine kühlere Witterung sorgten für eine ansteigende Wärmeabgabe an Tarifabnehmer und Sondervertragskunden von 7.706 MWh auf 8.482 MWh. Zum 01.01.2025 wurden zudem in den Wärmenetzen Preiserhöhungen vollzogen.
Dadurch stiegen die Umsatzerlöse der öffentlichen Wärmeversorgung auf 909 TEUR (Vorjahr 765 TEUR).
Glasfaser:
Die SWW Wunsiedel GmbH betreibt ein eigenes Glasfasernetz, dessen Ausbau sukzessive – unter vorrangiger Ausnutzung von Fördermöglichkeiten – vorangetrieben wird. Im Jahr 2025 wurde eine umfangreiche Kooperation mit der Deutschen Telekom vereinbart. Damit soll die Auslastung des Netzes weiter erhöht und den Kunden der Zugang zum Produktportfolio der Deutschen Telekom ermöglicht werden.
Im Rahmen der Kooperation ist auch ein koordinierter weiterer Ausbau der Netzinfrastruktur vorgesehen. Insgesamt werden zum 31.12.2025 1.111 (Vorjahr 1.048) mit Kommunikationsdienstleistungen versorgt.
Die Umsatzerlöse aus Internet- und Telefoniedienstleistungen stiegen auf 485 TEUR (Vorjahr 469 TEUR).
Freibad:
Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 12 TEUR (Vorjahr 15).
Geschäftsverlauf
Die wesentlichen Absatzmengen und Umsatzerlöse stellen sich wie folgt dar:
Strom Vertrieb:
Der Stromabsatz verringerte sich im Geschäftsjahr 2025 von 59,2 Mio. kWh auf 58,8 Mio. kWh.
Die Umsatzerlöse verringerten sich um 13,2 % auf 13.780 TEUR (Vorjahr 15.879 TEUR).
Strom Netz:
Die Umsatzerlöse aus Netznutzung erhöhten sich um 71 TEUR auf 2.031 TEUR.
Messstellenbetrieb:
Die Umsatzerlöse stagnierten bei 6 TEUR (Vorjahr 6 TEUR).
Wasserversorgung:
Bei der Wasserversorgung stieg die Abgabe an Kunden leicht auf 432 tcbm (Vorjahr 430 tcbm, geplant 486 tcbm). Die Umsatzerlöse erhöhten sich infolgedessen auf 1.355 TEUR (Vorjahr 1.349 TEUR).
Öffentliche Wärmeversorgung:
Zum Stichtag 31.12.2025 waren an den Nahwärmenetzen Schönbrunn, Breitenbrunn und Neusorg insgesamt 273 Kunden (Vorjahr 251) angeschlossen.
Die gestiegene Kundenanzahl sowie eine kühlere Witterung sorgten für eine ansteigende Wärmeabgabe an Tarifabnehmer und Sondervertragskunden von 7.706 MWh auf 8.482 MWh. Zum 01.01.2025 wurden zudem in den Wärmenetzen Preiserhöhungen vollzogen.
Dadurch stiegen die Umsatzerlöse der öffentlichen Wärmeversorgung auf 909 TEUR (Vorjahr 765 TEUR).
Glasfaser:
Die SWW Wunsiedel GmbH betreibt ein eigenes Glasfasernetz, dessen Ausbau sukzessive – unter vorrangiger Ausnutzung von Fördermöglichkeiten – vorangetrieben wird. Im Jahr 2025 wurde eine umfangreiche Kooperation mit der Deutschen Telekom vereinbart. Damit soll die Auslastung des Netzes weiter erhöht und den Kunden der Zugang zum Produktportfolio der Deutschen Telekom ermöglicht werden.
Im Rahmen der Kooperation ist auch ein koordinierter weiterer Ausbau der Netzinfrastruktur vorgesehen. Insgesamt werden zum 31.12.2025 1.111 (Vorjahr 1.048) mit Kommunikationsdienstleistungen versorgt.
Die Umsatzerlöse aus Internet- und Telefoniedienstleistungen stiegen auf 485 TEUR (Vorjahr 469 TEUR).
Freibad:
Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 12 TEUR (Vorjahr 15).
Ertragslage
Die Umsatzerlöse 2025 stiegen von 40.102 TEUR im Vorjahr auf 45.169 TEUR im Berichtsjahr deutlich.
Die Umsatzerlöse enthalten im Wesentlichen Erlöse aus Stromversorgung inkl. Erlöse aus erneuerbaren Energien mit 25.725 TEUR (Vorjahr 28.956 TEUR). Der Rückgang war insbesondere durch ein gefallenes Absatzpreisniveau begründet, dem auch verringerte Einstandskosten gegenüberstanden.
Umsatzerlöse aufgrund von Dienstleistungen und Weiterverrechnungen betrugen 7.692 TEUR (Vorjahr 2.960 TEUR). Die Steigerung ist insbesondere aus dem Projektverkauf des Wärmenetzes Wunsiedel an die GVW GmbH begründet. Erlöse aus der Wasserversorgung 1.355 TEUR (Vorjahr 1.349 TEUR) sowie Erlöse aus Wärmelieferungen aus Nahwärmenetzen und Contracting i. H. v. 909 TEUR (Vorjahr 765 TEUR). Sonstige Umsatzerlöse stiegen von 4.747 TEUR auf 8.066 TEUR.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken im Berichtsjahr von 949 TEUR auf 760 TEUR. Enthalten hierbei waren im wesentlichen Erträge aus Anlagenabgängen i. H. v. 621 TEUR.
Die Gesamtleistung von 46.687 TEUR, die sich im Unternehmen als Ergebnis aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen, aktivierten Eigenleistungen und den sonstigen betrieblichen Erträgen ermittelt, lag auf Grund der gestiegenen Umsätze aus Dienstleistungen sowie des Verkaufs des Wärmenetzes deutlich über dem Vorjahr (41.370 TEUR).
Den Erlösen stehen Materialaufwendungen von 31.128 TEUR (Vorjahr 29.677 TEUR) gegenüber. Als wesentlichen Posten enthält der Materialaufwand, neben den Aufwendungen für Strombezug von Dritten i. H. v. 11.581 TEUR (Vorjahr 11.328 TEUR), Brennstoffe für die eigenen Erzeugungsanlagen i. H. v. 4.236 TEUR (Vorjahr 3.402 TEUR) sowie die Vergütungen für die Einspeisungen aus EEG- und KWK-Anlagen in Höhe von 7.904 TEUR (Vorjahr 8.544 TEUR). Die Strombeschaffung wurde im Berichtsjahr 2025 umgestellt. Dabei erwirbt die Gesellschaft insb. mittels PPAs Energiemengen aus erneuerbaren Energiequellen wie Windenergie und Sonnenergie. Ein Dienstleister übernimmt hierbei die Strukturierung der Über- bzw. Fehlmengen.
Die Rohmarge als Differenz der Gesamtleistung und des Materialaufwandes betrug 33,3% (Vorjahr 28,3%, Planansatz 29,7%).
Der Personalaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um knapp 10% auf 5.805 TEUR (Vorjahr 5.281 TEUR). Wesentliche Ursache für die Personalkostensteigerungen sind weitere gewerkschaftliche Tariferhöhungen im Jahr 2025, die sich auch im Jahr 2026 weiter fortsetzen. So wurden die entsprechenden Tarifgruppen um durchschnittlich 5,1% ab 01.06.2025 angehoben. Ab dem 01.06.2026 werden weitere Tarifsteigerungen von 1,3% den Personalkostendruck zunehmend verstärken.
Damit ist die Tarifpolitik ein stark zunehmendes Kostenrisiko für das Unternehmen, dem durch organisatorische Maßnahmen nur eingeschränkt entgegengewirkt werden kann.
Die durchschnittlich beschäftigte Mitarbeiteranzahl stieg von 73 auf 76. Durch die zunehmende Bedeutung der SWW Wunsiedel GmbH als technischer und kaufmännischer Servicedienstleister für die Unternehmensgruppe wurden die entsprechenden Servicebereiche weiter verstärkt.
Die Abschreibungen lagen auf Grund des weiter anhaltenden Investitionsaufkommens mit 2.483 TEUR über dem Vorjahreswert von 2.293 TEUR.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 2.528 TEUR auf 5.109 TEUR (Vorjahr 2.581 TEUR). Die wesentlichen Positionen sind hier Leasingaufwendungen i. H. v. 612 TEUR (Vorjahr 637 TEUR), Konzessionsabgaben mit 538 TEUR (Vorjahr 563 TEUR), Marketingaufwendungen 293 TEUR (Vorjahr 327 TEUR), sowie die vor allem auf Grund der zahlreichen neuen und geänderten Gesetzesvorgaben und dem weiteren Ausbau der Unternehmensgruppe notwendigen Gutachter- und Beratungskosten von 378 TEUR (Vorjahr 290 TEUR). Zusätzlich wurden Anlagenabgänge für insb. dem Projektverkauf des Wärmenetzes i. H. v. 2.124 TEUR (Vorjahr 251 TEUR) verbucht. Die periodenfremden Aufwendungen betragen 2.841 TEUR).
Der Zinsaufwand sank von 1.007 TEUR auf 963 TEUR. Weiterhin schwierig stellt sich die Auszahlung von beantragten und genehmigten Fördermitteln dar, die einen hohen und teuren Zwischenfinanzierungsbedarf mit sich bringen. Die Auszahlungsprüfungen von teilweise >1 Jahr stellt eine massive finanzielle Belastung für stark investive Unternehmen dar.
Die Erträge aus Zinszahlungen und Ausschüttungen der Tochtergesellschaften, die eine weiterhin erfreuliche Geschäftsentwicklung verzeichnen, betrugen 305 TEUR (Vorjahr 425 TEUR).
Das Ergebnis vor Steuern lag mit 1.505 TEUR über dem Vorjahr von 961 TEUR.
Die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beliefen sich im Geschäftsjahr auf 530 TEUR (Vorjahr 373 TEUR).
Der resultierende Jahresüberschuss liegt mit gesamt 911 TEUR über dem Vorjahr (533 TEUR).
Die Geschäftsleitung beurteilt die Ertragslage im Rahmen des Marktumfeldes als für die Unternehmensgröße zufriedenstellend. Die Ertragslage wird zunehmend durch Ergebnisbeiträge der aufgebauten neuen Geschäftsfelder (z. B. Servicedienstleistungen für die Unternehmensgruppe, Ausbau Beteiligungsgeschäft) positiv beeinflusst. Das Kerngeschäftsfeld hingegen, wie z. B. das Tarifkundengeschäft, bleibt u. a. auf Grund des wieder zunehmenden Absatzpreisdruckes weiterhin anspruchsvoll. Die regulatorischen Anforderungen stellen eine stetig steigende finanzielle und organisatorische Belastung für das Unternehmen dar.
Ertragslage
Die Umsatzerlöse 2025 stiegen von 40.102 TEUR im Vorjahr auf 45.169 TEUR im Berichtsjahr deutlich.
Die Umsatzerlöse enthalten im Wesentlichen Erlöse aus Stromversorgung inkl. Erlöse aus erneuerbaren Energien mit 25.725 TEUR (Vorjahr 28.956 TEUR). Der Rückgang war insbesondere durch ein gefallenes Absatzpreisniveau begründet, dem auch verringerte Einstandskosten gegenüberstanden.
Umsatzerlöse aufgrund von Dienstleistungen und Weiterverrechnungen betrugen 7.692 TEUR (Vorjahr 2.960 TEUR). Die Steigerung ist insbesondere aus dem Projektverkauf des Wärmenetzes Wunsiedel an die GVW GmbH begründet. Erlöse aus der Wasserversorgung 1.355 TEUR (Vorjahr 1.349 TEUR) sowie Erlöse aus Wärmelieferungen aus Nahwärmenetzen und Contracting i. H. v. 909 TEUR (Vorjahr 765 TEUR). Sonstige Umsatzerlöse stiegen von 4.747 TEUR auf 8.066 TEUR.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken im Berichtsjahr von 949 TEUR auf 760 TEUR. Enthalten hierbei waren im wesentlichen Erträge aus Anlagenabgängen i. H. v. 621 TEUR.
Die Gesamtleistung von 46.687 TEUR, die sich im Unternehmen als Ergebnis aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen, aktivierten Eigenleistungen und den sonstigen betrieblichen Erträgen ermittelt, lag auf Grund der gestiegenen Umsätze aus Dienstleistungen sowie des Verkaufs des Wärmenetzes deutlich über dem Vorjahr (41.370 TEUR).
Den Erlösen stehen Materialaufwendungen von 31.128 TEUR (Vorjahr 29.677 TEUR) gegenüber. Als wesentlichen Posten enthält der Materialaufwand, neben den Aufwendungen für Strombezug von Dritten i. H. v. 11.581 TEUR (Vorjahr 11.328 TEUR), Brennstoffe für die eigenen Erzeugungsanlagen i. H. v. 4.236 TEUR (Vorjahr 3.402 TEUR) sowie die Vergütungen für die Einspeisungen aus EEG- und KWK-Anlagen in Höhe von 7.904 TEUR (Vorjahr 8.544 TEUR). Die Strombeschaffung wurde im Berichtsjahr 2025 umgestellt. Dabei erwirbt die Gesellschaft insb. mittels PPAs Energiemengen aus erneuerbaren Energiequellen wie Windenergie und Sonnenergie. Ein Dienstleister übernimmt hierbei die Strukturierung der Über- bzw. Fehlmengen.
Die Rohmarge als Differenz der Gesamtleistung und des Materialaufwandes betrug 33,3% (Vorjahr 28,3%, Planansatz 29,7%).
Der Personalaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um knapp 10% auf 5.805 TEUR (Vorjahr 5.281 TEUR). Wesentliche Ursache für die Personalkostensteigerungen sind weitere gewerkschaftliche Tariferhöhungen im Jahr 2025, die sich auch im Jahr 2026 weiter fortsetzen. So wurden die entsprechenden Tarifgruppen um durchschnittlich 5,1% ab 01.06.2025 angehoben. Ab dem 01.06.2026 werden weitere Tarifsteigerungen von 1,3% den Personalkostendruck zunehmend verstärken.
Damit ist die Tarifpolitik ein stark zunehmendes Kostenrisiko für das Unternehmen, dem durch organisatorische Maßnahmen nur eingeschränkt entgegengewirkt werden kann.
Die durchschnittlich beschäftigte Mitarbeiteranzahl stieg von 73 auf 76. Durch die zunehmende Bedeutung der SWW Wunsiedel GmbH als technischer und kaufmännischer Servicedienstleister für die Unternehmensgruppe wurden die entsprechenden Servicebereiche weiter verstärkt.
Die Abschreibungen lagen auf Grund des weiter anhaltenden Investitionsaufkommens mit 2.483 TEUR über dem Vorjahreswert von 2.293 TEUR.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 2.528 TEUR auf 5.109 TEUR (Vorjahr 2.581 TEUR). Die wesentlichen Positionen sind hier Leasingaufwendungen i. H. v. 612 TEUR (Vorjahr 637 TEUR), Konzessionsabgaben mit 538 TEUR (Vorjahr 563 TEUR), Marketingaufwendungen 293 TEUR (Vorjahr 327 TEUR), sowie die vor allem auf Grund der zahlreichen neuen und geänderten Gesetzesvorgaben und dem weiteren Ausbau der Unternehmensgruppe notwendigen Gutachter- und Beratungskosten von 378 TEUR (Vorjahr 290 TEUR). Zusätzlich wurden Anlagenabgänge für insb. dem Projektverkauf des Wärmenetzes i. H. v. 2.124 TEUR (Vorjahr 251 TEUR) verbucht. Die periodenfremden Aufwendungen betragen 2.841 TEUR).
Der Zinsaufwand sank von 1.007 TEUR auf 963 TEUR. Weiterhin schwierig stellt sich die Auszahlung von beantragten und genehmigten Fördermitteln dar, die einen hohen und teuren Zwischenfinanzierungsbedarf mit sich bringen. Die Auszahlungsprüfungen von teilweise >1 Jahr stellt eine massive finanzielle Belastung für stark investive Unternehmen dar.
Die Erträge aus Zinszahlungen und Ausschüttungen der Tochtergesellschaften, die eine weiterhin erfreuliche Geschäftsentwicklung verzeichnen, betrugen 305 TEUR (Vorjahr 425 TEUR).
Das Ergebnis vor Steuern lag mit 1.505 TEUR über dem Vorjahr von 961 TEUR.
Die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beliefen sich im Geschäftsjahr auf 530 TEUR (Vorjahr 373 TEUR).
Der resultierende Jahresüberschuss liegt mit gesamt 911 TEUR über dem Vorjahr (533 TEUR).
Die Geschäftsleitung beurteilt die Ertragslage im Rahmen des Marktumfeldes als für die Unternehmensgröße zufriedenstellend. Die Ertragslage wird zunehmend durch Ergebnisbeiträge der aufgebauten neuen Geschäftsfelder (z. B. Servicedienstleistungen für die Unternehmensgruppe, Ausbau Beteiligungsgeschäft) positiv beeinflusst. Das Kerngeschäftsfeld hingegen, wie z. B. das Tarifkundengeschäft, bleibt u. a. auf Grund des wieder zunehmenden Absatzpreisdruckes weiterhin anspruchsvoll. Die regulatorischen Anforderungen stellen eine stetig steigende finanzielle und organisatorische Belastung für das Unternehmen dar.
Finanz- und Vermögenslage
Im Geschäftsjahr 2025 betrugen die Anlagenzugänge auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände unter Berücksichtigung von erhaltenen Zuschüssen und Fördermitteln 12.842 TEUR (Vorjahr 5.672 TEUR). Der Investitionsschwerpunkt lag bei den Versorgungsbetrieben auf dem weiteren Ausbau der Verteilungs- und Speicheranlagen sowie Bau eines Batteriespeichers. Dabei entfielen auf die Stromversorgung 3.702 TEUR, auf die Wasserversorgung 1.536 TEUR und auf das Glasfasernetz 112 TEUR. Für den Batteriespeicher wurden Investitionen in Höhe von 6.143 TEUR getätigt.
Im Bau befindliche Anlagen waren zum Bilanzstichtag mit 14.878 TEUR (Vorjahr 7.467 TEUR) vorhanden. Davon sind als größte Posten 6.143 TEUR für den Batteriespeicher zu nennen.
Die Finanzanlagen sind gegenüber dem Vorjahr um 221 TEUR auf 3.386 TEUR gestiegen.
Das Anlagevermögen beträgt insgesamt 54.564 TEUR (Vorjahr 46.108 TEUR). Dessen Anteil an der Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahreswert von 80,1% auf 80,2% gestiegen.
Das Umlaufvermögen, i. W. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, stieg um 17,5% auf 13.378 TEUR (Vorjahr 11.382 TEUR). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen.
Am Bilanzstichtag 31. Dezember 2025 liegt das bilanzielle Eigenkapital bei 10.208 TEUR (Vorjahr 9.297 TEUR) und beträgt 15,0% der Bilanzsumme (Vorjahr 16,1%).
Die Verbindlichkeiten stiegen auf Grund der hohen Investitionstätigkeit auf 48.970 TEUR (Vorjahr 39.095 TEUR).
Die finanzielle Entwicklung der Gesellschaft wird in nachfolgender Kapitalflussrechnung dargestellt:
in TEUR
2025
2024
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
3.603
4.511
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
-12.757
-4.899
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
6.819
2.728
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds
-2.335
2.388
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode
31
-2.357
Finanzmittelfonds am Ende der Periode
-2.304
31
Die Kapitalflussrechnung wurde nach allgemeinen betriebswirtschaftlichen Grundsätzen ermittelt.
Im Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit sind Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens in Höhe von 2.124 TEUR enthalten; diese stehen im Zusammenhang mit dem Verkauf des Wärmenetzes.
Die Geschäftsleitung beurteilt die wirtschaftliche und finanzielle Lage des Unternehmens als geordnet und zufriedenstellend. Die getätigten Investitionen der vergangenen Jahre, insbesondere in den Ausbau von neuen Geschäftsbereichen und Beteiligungen, tragen zunehmend zum Ergebnis der Gesellschaft und zur Verbesserung der Liquidität bei. Das Investitionsvolumen, insbesondere in den Ausbau von Infrastruktur und Speichersystemen, bleibt weiter hoch. Die Liquidität im Geschäftsjahr war zu jederzeit gewährleistet.