
2025
Lagebericht
Prognosebericht
Prognosebericht
Der Wandel des politischen Mindsets hin zu einer klimaneutralen Gesellschaft wird die Transformation eines zentral organisierten, auf fossile Energieträger ausgerichteten Systems hin zu einem dezentral organisierten System, welches auf erneuerbarer Energieerzeugung basiert, deutlich beschleunigen.
In diesem Zuge werden netzdienliche Sektorenkoppelungen, Residualkraftwerke und Einbeziehung industrieller Prozesse, die Bündelung und Steuerung auch kleinster Flexibilität sowie die Etablierung neuer lokaler Marktsysteme eine erhebliche Rolle spielen, wobei das derzeitige Marktdesign den Anforderungen der „neuen“ Energiewelt nicht gerecht wird.
Die Speicherung von Energie über lange Zeiträume sowie die Verteilung der Energie wird den Verteilnetzen künftig einen deutlichen höheren Stellenwert zukommen lassen. Damit verbunden sind die Digitalisierung und die Automatisierung der Netzinfrastruktur.
Mit der Entwicklung einer langfristigen und ganzheitlichen Unternehmensstrategie bis 2030 ist die SWW Wunsiedel GmbH für diesen Wandel gut gerüstet. Die Basis bildet hierbei das Strategiepapier der „WUNsiedler Weg Energie“ und die konsequente Verfolgung der strategischen Ziele. Damit können wir flexibel auf die Herausforderungen und Bedürfnisse in einer sich schnell verändernden Welt angemessen reagieren und den Umbau sowohl der Versorgungswirtschaft als auch der SWW Wunsiedel GmbH aktiv gestalten.
Darüber hinaus etabliert sich die SWW Wunsiedel GmbH auch als Energiedienstleister für Kommunen, Unternehmen und lokale Stadtwerkspartner. So werden ab dem Jahr 2026 auch die Stromkunden des gKU Weißenstadt durch die SWW Wunsiedel GmbH beliefert. Auch nimmt die Bedeutung der Belieferung von Kommunal- und Unternehmenskunden über die Beteiligungen an der ZukunftsEnergie Nordostbayern GmbH und ZENERGIE GmbH weiter zu. Ab 2026 werden über die beiden Gesellschaften ersten Vertriebsmengen an die Kunden geliefert.
Für das laufende Geschäftsjahr wird in der Stromversorgung auf Grund der neuen Absatzwege bzw. Absatzgebiete mit merklich steigenden Absatzmengen gerechnet. Für die weiteren Bereiche ist mit einer konstanten Geschäftsentwicklung geplant.
Die Gesellschaft rechnet für das Jahr 2026 mit einer konstanten Gesamtleistung von 40,2Mio. EUR. Dabei werden neue Geschäftsfelder sowie die positive Entwicklung der Tochtergesellschaften einen weiterwachsenden Anteil an der Geschäftsentwicklung tragen.
Die Geschäftsleitung geht von einer, insb. durch den Produktmix und durch den Wegfall einer großen KWKG-Einspeiseanlage, verbesserten Rohertragsquote von 35,4% aus.
Für 2026 wird die Beschaffung über eigenen Produktionsanlagen bzw. über PPAs weiter ausgebaut, um den geplanten Absatzzuwachs begegnen zu können.
Als Ergebnis vor Steuern (EBT) plant die Gesellschaft einen Betrag von 1.412 TEUR.
Die geplanten Investitionen für 2026 betragen 2.940 TEUR, i. W. in die Ertüchtigung der Strom- und Wassernetze in den Versorgungsgebieten.